Flug verspätet? So haben wir 7.850 € Flugentschädigung geholt – und so machst du es auch
Flugentschädigung kann für Familien schnell mehrere tausend Euro bedeuten. Schon ab drei Stunden Verspätung gibt es feste Beträge pro Person, die du mit einem einfachen Antrag direkt bei der Airline einfordern kannst. Ich erkläre dir, wie du vorgehst und worauf du achten solltest.
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Das Kurz-Fazit für Eilige: Eine Flugkompensation für verspätete oder gecancellte Flüge zu beantragen ist gar nicht schwer und kann sogar leicht verdientes Geld sein. Hier sind die wichtigsten Fakten:
- Ab 3 Stunden Verspätung oder Flugausfall hast du Anspruch auf Entschädigung – pro Person.
- Entschädigung beträgt 250 €, 400 € oder 600 € je nach Strecke. Familien profitieren besonders.
- Immer erst selbst Antrag stellen – dauert 10 Minuten, spart dir bis zu 50 % Gebühren.
- Portale wie Flightright, AirHelp oder EUFlight nur nutzen, wenn du gar keine Zeit hast oder wenn es kompliziert wird.
- Kosten für Hotel, Taxi, Essen kannst du zusätzlich erstatten lassen.
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Inhaltsverzeichnis
1. Warum sich Flugentschädigungen wirklich lohnen
Ein Flug von Mallorca nach Frankfurt mit einer vierköpfigen Familie bringt bei drei Stunden Verspätung bereits 1.000 € Entschädigung.
Noch deutlicher wird es auf der Langstrecke: Wenn dein Flug von Los Angeles nach München über drei Stunden verspätet ist, ergibt das für 4 Personen ganze 2.400 € Entschädigung.
Bei einer Familie mit Kindern kann das schon mal mehr sein, als die Tickets überhaupt gekostet haben.
Wir haben bereits Erstattungsanträge bei Lufthansa, Ryanair, British Airways, Austrian Airlines, United Airlines, Oman Air und anderen gestellt und so schon 7.850 € aus verspäteten und annullierten Flügen zurückgeholt.
Inzwischen wissen wir genau, wie das läuft.
Es ist wirklich nicht schwer. Es lohnt sich auf jeden Fall, es einfach zu versuchen.
💡 Extra-Tipp: Flugentschädigungen bekommst du auch bei Pauschalreisen. Du kannst dich selbst darum kümmern und brauchst das nicht über das Reisebüro zu tun.
2. Wann habe ich Anspruch auf Flugentschädigung nach EU261?
Nicht jede Verspätung bringt automatisch Geld zurück. Die EU-Verordnung 261/2004 regelt klar, wann du eine Entschädigung bekommst.
Wichtig: die Fluggesellschaft muss für die Verspätung oder Annullierung auch verantwortlich sein.
Bei außergewöhnlichen Umständen wie Unwetter oder Streiks des Flughafenpersonals gibt es keine Auszahlung. Bei Streiks der Piloten oder Crews der Fluggesellschaft dagegen schon – mehr dazu in Punkt 5.

Du hast Anspruch, wenn:
- dein Flug mindestens drei Stunden verspätet am Ziel ankommt,
- dein Flug weniger als 14 Tage vor Abflug annulliert wird,
- du wegen Überbuchung nicht befördert wirst (hier gilt der Anspruch sofort, unabhängig von der Verspätungsdauer),
- du einen Anschlussflug verpasst und dadurch mindestens drei Stunden später ankommst.
Diese Regeln gelten für:
- Flüge ab der EU, egal mit welcher Airline,
- Flüge in die EU, wenn sie von einer EU-Airline durchgeführt werden,
- Flüge mit EU-Airlines weltweit, selbst wenn Start und Ziel außerhalb der EU liegen.
Auch in anderen Ländern gibt es vergleichbare Fluggastrechte mit ähnlichen Entschädigungen.
Dazu gehören Großbritannien, die Schweiz und die Türkei – hier gelten praktisch die gleichen Regeln wie in der EU. Darüber hinaus existieren eigene Gesetze zum Beispiel in den USA, Kanada, Brasilien, Indien, Mexiko und Saudi-Arabien.
Die Bedingungen und Entschädigungshöhen sind dort unterschiedlich, aber prüfen lohnt sich in jedem Fall.
3. Wie hoch ist die Entschädigung nach EU261?
Die Höhe deiner Entschädigung hängt von der Flugstrecke ab – und die wird nach der Luftlinie zwischen Start- und Zielflughafen berechnet.
Es zählt also nicht die tatsächlich geflogene Route mit Umwegen oder Zwischenstopps, sondern immer nur die direkte Entfernung zwischen Start und Ziel.
Die EU-Verordnung unterscheidet drei Kategorien:
- Kurzstrecke bis 1.500 km → 250 € pro Person
- Mittelstrecke 1.500–3.500 km → 400 € pro Person
- Langstrecke über 3.500 km → 600 € pro Person

Für Familien lohnt sich das besonders schnell: Ein Flug von Gran Canaria nach Berlin zählt dabei zum Beispiel als Langstrecke – und es gibt hier die vollen 600 € pro Person.
💡 Extra-Tipp: Die Entfernung kannst du ganz einfach auf luftlinie.org nachschauen. Dort gibst du Start- und Zielflughafen ein und siehst sofort, in welche Kategorie dein Flug fällt.
4. Wie stelle ich einen Antrag auf Flugentschädigung?
Die wichtigste Regel: Stelle einfach immer einen Antrag, wenn dein Flug mindestens drei Stunden verspätet war (außer es ist offensichtlich, dass z. B. Schneechaos den ganzen Flughafen lahmgelegt hat).
📖 So einfach kann’s gehen – unsere Erfahrung mit Lufthansa:
Wir kamen nach einem langen Flug aus Bali in Frankfurt an. Dort durften wir feststellen:
Der Anschlussflug nach Dresden ist gestrichen.
Die Kinder waren müde und quengelig und wir selbst völlig erschöpft. Statt direkt weiterzufliegen, mussten wir uns erstmal am Service-Schalter anstellen, dann mit der S-Bahn zum Hotel fahren und am nächsten Morgen um 4 Uhr aufstehen, um den Ersatzflug zu nehmen. Das war extrem nervig und anstrengend.
Aber für die Strapazen wurden wir gut entlohnt: Zuhause angekommen haben wir das Entschädigungsformular von Lufthansa ausgefüllt – einfach online, ohne Begründung, ohne Papierkrieg.
Und wenige Wochen später war das Geld da: 2.400 € für unsere Familie. Ohne irgendwelche Rückfragen.
Hast du schon mal so leicht Geld verdient?
So gehst du vor:
1. Formular von der Fluglinie finden
Suche bei Google nach „Flugentschädigung + Name deiner Fluglinie“.
Achte darauf, dass du wirklich auf der offiziellen Airline-Webseite landest – nicht auf einer Werbeanzeige von Portalen. Diese machen nichts anderes, als das Formular für dich auszufüllen, und kassieren dafür rund 30 % Provision. Bei 2.400 € Entschädigung sind das 800 €, die dir verloren gehen.
Manche Fluggesellschaften, wie Lufthansa, führen dich direkt zum Formular. Andere, wie Ryanair, verstecken es hinter langen Texten zu Erstattungen und Umbuchungen. Erstattungen sind aber nicht dasselbe wie Entschädigungen.
💡 Extra-Tipp: Suche auf der Seite nach dem Wort „Entschädigung“ und klick dich von da aus durch. Die Fluglinien sind verpflichtet auf ihrer Webseite einen Erstattungsantrag bereit zu stellen.
2. Daten eingeben
Meist reichen Buchungscode und Name oder E-Mail-Adresse, manchmal auch die Flugnummer.
Du brauchst hier i.d.R. keine Begründung oder Nachweise einreichen.
3. Antrag stellen
Sende den Antrag einfach ab – es ist super leicht und dauert wirklich nur wenige Minuten.
5. Was tun, wenn die Fluglinie ablehnt und sich auf höhere Gewalt (force majeure) beruft?

Viele Fluglinien versuchen, Entschädigungen abzulehnen, indem sie auf „außergewöhnliche Umstände“ oder „force majeure“ verweisen – also Dinge, für die sie nichts können.
Das klingt erstmal plausibel, ist aber oft nur eine Ausrede. Also hier ist, was wirklich zählt:
Kein Anspruch besteht bei:
- echtem Unwetter, das den ganzen Flughafen betrifft,
- Terrorwarnungen oder Sicherheitsrisiken,
- Streiks des Flughafen- oder Sicherheitspersonals.
Anspruch besteht trotzdem bei:
- technischen Problemen,
- Crew-Ruhezeiten,
- Domino-Effekten,
- Überbuchung,
- Streiks der Piloten oder Crews der Airline.
📖 So geht’s auch – aber etwas schwieriger: Unsere Erfahrung mit British Airways
Wir waren auf dem Weg von Brasilien nach Zypern (über London).
In Brasilien war der Flug gestrichen, also Taxi, Hotel, neuer Abflug um 6 Uhr morgens am nächsten Tag… Aber das war erst der Anfang.
In London angekommen war der Anschlussflug nach Zypern ausgebucht. Nach völligem Chaos am Flughafen, wieder Bus, Hotel und nächster Flug um 6 Uhr morgens. Das Hotel hatte noch nichtmal Essen. Zum Glück waren die Kinder so müde, dass sie einfach eingeschlafen sind.
Am Ende kamen wir mit 42 Stunden Verspätung an.
British Airways schrieb uns, dass wir nichts bekommen würden, da der Grund für die Verspätung ein medizinischer Notfall war. Das hätte auch wirklich als höhere Gewalt gezählt – nur stimmte es nicht.
Über Flightradar konnten wir sehen, dass unser Flugzeug selbst immer pünktlich in Brasilien angekommen war. Aber auf der gleichen Route gab es zwei Tage vorher eine ungeplante Zwischenlandung. Das war vermutlich der medizinische Notfall. Nur hatte der nichts mit unserem Flugzeug zu tun.
Was passiert war: Die Crew aus diesem Flug mit dem medizinischem Notfall war gleichzeitig die Crew für unseren Flug. Wegen der vorgeschriebenen Ruhezeiten konnten sie erst am Tag nach unserem geplanten Abflug wieder fliegen.
Das nennt man Domino-Effekt: Ein Vorfall verschiebt sich über mehrere Tage hinweg weiter. Aber genau das ist keine zulässige Ausrede. Denn die Airline hätte andere Möglichkeiten gehabt – zum Beispiel eine Ersatzcrew aus London zu schicken.
Nach einigem Hin und Her erhielten wir schließlich 3.000 € Entschädigung für fünf Personen.
Der Fall war nicht ganz so klar, aber auch hier hat es sich gelohnt, dranzubleiben.
👉 Lass dich nicht so leicht abschütteln, wenn dir etwas seltsam an der Begründung der Airline vorkommt!
So gehst du vor, wenn dein Antrag abgelehnt wird:
1. Prüfe, ob der Grund plausibel ist
Ein guter Anhaltspunkt wenn sich die Fluglinie auf höhere Gewalt bezieht:
War nur dein Flug gestrichen oder verspätet, während andere normal liefen?
Dann lohnt sich eine Prüfung fast immer. War der gesamte Flughafen lahmgelegt (z. B. Schneechaos), ist die Airline wahrscheinlich raus.
2. Beweise finden.
Wenn du Fotos von den An- und Abflugtafeln am Flughafen hast, sind die extrem hilfreich, falls nur dein Flug betroffen ist.
💡Merke: Mach beim nächsten Flug mit Verspätung immer solche Bilder.
Flugzeug-Check: Sieh dir auf Flightradar (in der Premium Version) an, was genau dein Flugzeug vor deinem Flug gemacht hat. Wurde es pünktlich eingesetzt oder gab es Auffälligkeiten?
Strecken-Check: Schau dir auf Flightradar die History deiner Flugstrecke an. Gab es dort in den Tagen zuvor ungeplante Zwischenlandungen oder auffällige Verzögerungen? Unser Domino-Effekt-Fall hatte genau das gezeigt.
👉 Wenn du dabei Hilfe brauchst, kannst du mich gerne kontaktieren. Gegen eine kleine Entschädigung für die Zeit können wir das für dich checken.
Es lohnt sich bei hohen Entschädigungen, selbst genau hinzusehen, denn auch die Plattformen wühlen sich oft nicht so tief rein.
3. Widerspruch einlegen.
Sag der Airline klar, dass du das anders siehst, und erkläre deine Begründung. Füge die Screenshots und Belege an. Fertig.

6. Anbieter wie Flightright, Airhelp & Co – wann sie für Flugentschädigungen sinnvoll sind
Dann sind Portale wie Flightright, AirHelp oder EUFlight tatsächlich hilfreich. (Welcher Anbieter besser ist, dazu gleich unten mehr.)
Auch wenn es nervig klingt:
Den allerersten Schritt solltest du trotzdem selbst machen.
Es geht nur darum, online ein Formular auszufüllen – das ist super leicht, dauert keine zehn Minuten und spart dir im Erfolgsfall hunderte Euro.
So läuft es ab, wenn du deinen Fall an ein Portal abgibst:
Die Anbieter prüfen deinen Fall meist direkt online und teilen dir mit, ob du einen Anspruch hast bzw. ob sie deinen Fall annehmen (ja, sie können komplizierte Fälle auch ablehnen).
Bei eindeutigen Fällen bekommst du dort teilweise sogar sofort Geld angeboten.
Portale übernehmen alles – doch das kostet dich viel Geld
Diese Webseiten klingen super easy, besonders wenn du sofrt das Geld bekommt.
Aber genau für diese klaren Fälle hättest du mit einem einfachen Formular auch selbst (das komplette) Geld bekommen.
Wenn du mit deinem Widerspruch nicht weiterkommst, kannst du aber eines der Portale einschalten.
Sie sagen immerhin, dass sie für dich bis vor Gericht gehen.
Der Nachteil: Die Provision ist happig – rund 30 %. – 35%. (Manche sagen 28% plus MwSt., das sind dann aber auch 33% am Ende).
Wenn sie rechtliche Schritte einleiten, kommen nochmal bis zu 15% dazu.
Immerhin musst nichts vorstrecken. Die Gebühr wird nur abgezogen, wenn du tatsächlich Geld erhältst.
📖 Wer hat den längeren Atem? Unsere Erfahrung mit United Airlines
Unser Flug ging von Zypern in die USA (über New York). Dort angkommen, wurde der Anschlussflug nach Buffalo gestrichen. Stattdessen bekamen wir einen Ersatzflug, vier Stunden später.
Juhu, das gibt Geld, dachten wir uns. Naja…
United lehnte unseren Antrag ab und sagte, das lag am Wetter (also höhere Gewalt).
Nur: Das Wetter war perfekt. Strahlender Sonnenschein an der gesamten Ostküste.
Auf meinen Fotos von den Abflugtafeln sah man: Fast alle Flüge starteten pünktlich – nur unserer nicht.
Trotzdem blieb United dabei: „Wetter, keine Entschädigung.“ Und das Gemeine: In den USA müssen die Airlines nicht mal beweisen, dass wirklich das Wetter schuld war. Sie können es einfach behaupten.
In diesem Fall haben wir Flightright eingeschaltet. Der Fall ist aktuell noch offen – aber es ist beruhigend, ihn in guten Händen zu wissen.
Wann sind Portale sinnvoll?
- Wenn dir Zeit oder Nerven fehlen
- Wenn dein Widerspruch abgelehnt wurde und die Airline blockt
- Wenn der Fall kompliziert ist
👉 In allen anderen Fällen: Stell den Antrag selbst – es lohnt sich.
7. Welche Webseite für Flugentschädigungen ist besser?
Vielleicht fragst du dich jetzt: Welches Portal soll ich nehmen, wenn ich nicht weiterkomme?
Hier ist der Überblick der 3 besten Alternativen:
Flightright
Flightright ist in Deutschland die bekannteste Webseite für Flugentschädigungen und hat schon Millionen von Fällen bearbeitet. Laut eigenen Angaben gewinnen sie 99 % der Fälle vor Gericht.
Die Gebühr liegt zwischen 20–30 % plus MwSt. In Deutschland entspricht das 24–36 %. Bei rechtlichen Schritten können zusätzlich 14 % anfallen – damit bis zu rund 50 %.
Vorteil: Flightright kann damit im besten Fall günstiger sein als AirHelp, da sie eine Preisspanne haben und nicht fix abrechnen.
AirHelp
AirHelp ist international die größte Webseite für Flugentschädigungen und hat schon über 2,7 Millionen Passagieren geholfen.
Die Gebühr liegt fix bei 35 % (inkl. MwSt). Kommt es zu rechtlichen Schritten, fallen zusätzlich 15 % an – also ebenfalls bis zu 50 %.
EUFlight
EUFlight funktioniert anders: Sie kaufen deinen Anspruch und zahlen dich sofort aus. Damit hast du das Geld direkt auf dem Konto.
Die Gebühr beträgt 30 % (inkl. MwSt).
Damit klingt EUFlight wie ein NoBrainer, weil du sofort das Geld erhältst.
Aber: Das sind oft die Fälle, bei denen du mit einer einfachen Anfrage auch selbst das komplette Geld bekommen hättest.
Komplizierte Fälle lehnen sie auch mal ab. Unseren United Airlines Fall zum Beispiel haben sie abgelehnt, während Flightright ihn angenommen hat.
Gebühren im Vergleich
| Anbieter | Gebühren in Deutschland (inkl. MwSt) | Auszahlung |
|---|---|---|
| Flightright | 24–36 % (bis ca. 50 % bei rechtlichen Schritten) | Nach Erfolg |
| AirHelp | 35 % (bis ca. 50 % bei rechtlichen Schritten) | Nach Erfolg |
| EUFlight | 30 % | Sofort |
- EUFlight ist nur dann sinnvoll, wenn du wirklich keinen Bock hast, irgendwas selbst zu machen.
- Wenn du den ersten Schritt schon selbst gegangen bist und nicht weiter willst oder kannst, probiere lieber Flightright oder AirHelp.
- Und in allen klaren Fällen: Stelle den Antrag selbst – sonst verschenkst du unnötig Geld.
8. So machst du Verspätungen erträglicher – Praxistipps für Entschädigungen und entspannteres Reisen

- Entschädigung gilt pro Person. Auch Kinder und Babys mit eigenem Ticket haben Anspruch.
- Heb alle Quittungen auf. Hotel, Taxi, Essen – alle Kosten kannst du dir zusätzlich zur Entschädigung erstatten lassen.
- Mach Fotos von den Abflug- und Ankunftstafeln. So kannst du später beweisen, ob nur dein Flug betroffen war.
- Notiere Flugnummern von Ersatzflügen bzw. behalte die Bordkarten, die du am Flughafen bekommst. Sie sind oft nicht in deinen E-Mails und können später wichtig sein.
- Handgepäck-Check: Plane immer für den Notfall. Pack mindestens Unterwäsche, Socken, T-Shirt und eine Jacke ein. Mit kleinen Kindern entsprechend mehr.
- Snacks einpacken. Wir standen schon mehrfach in Hotels ohne Abendessen da. Ein paar Müsliriegel oder Kekse im Handgepäck retten in solchen Momenten die Nerven – besonders mit Kindern.
- Auch bei Pauschalreisen gilt: Die Entschädigung beantragst du selbst, nicht das Reisebüro. So landet das Geld direkt bei dir.
- Faustregel: Bei über 3 Stunden Verspätung lohnt sich fast immer der Antrag – außer es ist eindeutig höhere Gewalt, etwa Schneechaos am ganzen Flughafen.
Immer etwas zum Spielen dabei: Unser Reisetisch

Wie lange rückwirkend kann ich Flugentschädigung beantragen?
In Deutschland kannst du bis zu 3 Jahre rückwirkend eine Flugentschädigung beantragen. Am besten stellst du den Antrag aber direkt nach der Verspätung.
Gilt die Entschädigung auch für Kinder und Babys?
Ja, jede Person mit eigenem Ticket hat Anspruch auf Entschädigung – auch Kinder und Babys mit Sitzplatzticket.
Wie hoch ist die Entschädigung?
Die Entschädigung beträgt je nach Flugstrecke 250 €, 400 € oder 600 € pro Person. Eine vierköpfige Familie kann also bis zu 2.400 € erhalten.
Wann habe ich keinen Anspruch?
Kein Anspruch besteht bei höherer Gewalt wie extremem Wetter, Vulkanausbruch oder Streiks des Flughafenpersonals. Bei Piloten- oder Crewstreiks der Airline hast du jedoch Anspruch.
Was ist, wenn mein Flug überbucht ist?
Wirst du unfreiwillig nicht mitgenommen, hast du Anspruch auf volle Entschädigung – auch bei weniger als 3 Stunden Verspätung.
Welche Flüge sind abgedeckt?
Anspruch hast du bei allen Flügen aus der EU, bei Ankünften in der EU mit EU-Airlines sowie bei EU-Airlines weltweit. Die gleichen Regeln gelten auch in UK, Schweiz und Türkei.
Muss ich das über mein Reisebüro machen?
Nein, du kannst die Entschädigung direkt selbst beantragen – auch bei Pauschalreisen. Das Geld geht an dich, nicht ans Reisebüro.
Wie finde ich heraus, ob die Airline die Wahrheit sagt?
Überprüfe die Daten mit Flightradar (Premium) und mach Fotos von Abflug- und Ankunftstafeln. So erkennst du, ob die Begründung der Airline stimmt.
Lohnt sich eine Webseite wie Flightright oder AirHelp?
Ja, aber nur bei komplizierten Fällen oder wenn dein Antrag abgelehnt wurde. Bei klaren Fällen solltest du selbst beantragen, sonst verlierst du 30 % bis 50 % durch die Gebühren.
10. Fazit für Flugentschädigungen: Hol dir dein Geld selbst zurück
Wir selbst haben schon 7.850 € bekommen – und das meiste davon völlig unkompliziert mit einem einfachen Online-Formular.
Das Wichtigste:
- Immer Antrag stellen, sobald dein Flug mehr als 3 Stunden verspätet ist oder gestrichen wurde.
- Kinder zählen voll mit – für Familien lohnt es sich besonders schnell.
- Klarer Fall = selbst machen. Alles andere kostet dich unnötig Geld.
- Bei komplizierten Fällen kannst du immer noch eine Webseite für Flugentschädigungen einschalten.
👉 Am Ende gilt: Du hast nichts zu verlieren – aber oft hunderte bis tausende Euro zu gewinnen. Mach den ersten Schritt und probier es einfach aus.
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