Neuseeland mit Kindern Erfahrungen
Neuseeland mit Kindern: Erfahrungen einer sicherheitsbewußten Abenteurerin

Neuseeland mit Kindern: Warum, wohin und was beachten

Du willst dir das Interview zu Neuseeland mit Kindern lieber anhören? – Kein Problem!

Neuseeland mit Kindern:

Neuseeland mit Kindern scheint ganz schön aufwändig. Fragst du dich gerade, ob sich der lange Flug dafür wohl lohnt? Ob lieber mit Baby oder größerem Kind? Oder was du dort mit Kindern überhaupt machen kannst? Diese (und viele andere) Fragen werden dir in diesem Interview mit Pia (die jetzt schon zum zweiten Mal mit Kind in Neuseeland war) beantwortet.

Die Kurz-Zusammenfassung für alle, die es eilig haben? Neuseeland ist bietet wahnsinnig viele Möglichkeiten für einen Familienurlaub auch mit ganz kleinen Kindern. Pia ist unheimlich fasziniert von dem Land und würde das Geld jederzeit wieder gerne dafür ausgeben. Willst du mehr wissen über den gefürchteten Tsunami-Alarm und Pias Erfahrungen in Neuseeland mit Kindern, dann lies jetzt schnell weiter.

Wer ist Pia?

Magst du euch kurz vorstellen und erzählen auf welches verrückt-fröhliche Abenteuer du dich in Neuseeland eingelassen hast?

Na klar. Ich bin Pia-Valesca Scholz aus Braunschweig und ich lebe mit meinem Mann und unserer 3-jährigen Tochter Mieke gerade in Shanghai. Und eines der ersten Dinge, die wir nach unserer Ankunft in Shanghai erledigt haben, war es Neuseeland zu buchen. Ich konnte nämlich so gar nicht einschätzen, was uns hier im Winter erwartet. Mit Smog, mit Kälte, mit Umweltverschmutzung. Also haben wir einfach gesagt: “So, wir fahren jetzt zweieinhalb Wochen als Familie mit dem Camper nach Neuseeland und danach bleibe ich einfach noch dreieinhalb Wochen mit der Kleinen alleine da.”

Wie ist es allein in Neuseeland mit Kind?

Was war das denn  für ein Gefühl, als dein Mann wieder weg musste und du da standest. Eine Mama, ein Kleinkind, ein Campervan?

Als es real wurde hatte ich dann auf einmal doch schon ganz schön Bammel. Ich habe mich über meine eigene Courage gewundert und mich gefragt, wie ich denn auf diese verrückte Idee gekommen bin. Ich bin jetzt die alleinige Verantwortliche. Wenn doch irgendetwas passiert, was mach ich dann? Da habe ich mir schon auch echt Sorgen gemacht. Und die ersten Tage waren dann auch echt nicht so einfach. Aber wir zwei Mädels haben ziemlich schnell einen richtig guten Groove gefunden und es hat immer mehr Spaß gemacht.

Neuseeland mit Baby: Erfahrungen einer sicherheitsbewußten Abenteurerin

Foto: Pia-Valesca Scholz http://piavalesca.tumblr.com/

Was ist so toll an Neuseeland für Familien?

Ihr wart in eurer Elternzeit schon mal für 2 Monate mit Baby in Neuseeland. Was ist für euch die magnetische Faszination in Neuseeland, die euch nur zwei Jahre später wieder in ihren Bann gezogen hat?

In der Elternzeit war Mieke 7 bis 9 Monate alt. Das war total toll. Da haben wir alle zusammen beide Inseln umrundet. Waren fünf Wochen auf der Nordinsel und nur wenig auf der Südinsel. Da sind wir doch ein bisschen durchgerauscht. Und die Südinsel war halt so schön, dass wir schon gehofft hatten, da noch mal irgendwann hinzukommen. Es war klar: Hier gibt’s noch so viel mehr zu sehen, das Lande ist so vielfältig und so wunderschön.

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Neuseeland mit Baby oder Kleinkind – Was ändert sich?

Damals wart in Neuseeland mit Baby (7 Monate). Diesmal war Mieke 2,5 Jahre alt. Wenn du an beide Reisen denkst, was hat sich verändert daran wie ihr gereist seid und wie ihr Neuseeland erlebt habt?

Einerseits fühlt sich das alles so gleich an. Neuseeland halt. Aber natürlich gab es große Unterschiede. Als sie klein war, hat alles mega gut funktioniert. Ich fand es sehr angenehm, mit einem sieben bis neun Monate alten Kind zu reisen. Ihr Rhythmus hat super mit unseren Fahrtzeiten zusammengepasst. Unser Zuhause mit Essen und Schlafgelegenheit war ja immer dabei.

Das war so ein richtiger Familien-Kennenlernen-Urlaub für uns.

Sie hat natürlich noch nicht so viel mitgekriegt. Aktiv hat sie halt nur gemerkt, dass Mama und Papa den ganzen Tag gut drauf und für sie da sind. Wir waren ständig draußen an der frischen Luft. Sie hat da gerade krabbeln gelernt. Am Strand und auf der Wiese. Es war einfach eine tolle Stimmung. Und das merken bestimmt Babys auch. Wenn man einfach Zeit und Ruhe hat, sich als Familie einzugrooven. Da konnten wir sie natürlich auch noch viel tragen. Wir haben unsere Wanderungen und unser Ding gemacht und Mieke war halt immer dabei. Ich habe das super entspannt in Erinnerung.

Und jetzt als sie zweieinhalb Jahre alt war, sind wir natürlich anders auf Ihre Bedürfnisse eingegangen. Sie wollte viel aktiver selbst Sachen sehen und bestimmen. Wollte viel baden gehen, am Strand oder Pool, das findet sie ganz toll. Und auch Tiere waren ein ganz großer Renner. Wir haben super viele Tierfarmen, Campingplätze mit Tieren und Tierparks angesteuert, und natürlich auch tolle Spielplätze und Wasserspielplätze. Auch mit zweieinhalb Jahren sind Kinder in einem tollen Reisealter, aber das wird dann halt ein sehr viel aktiverer, mit kindgerechten Abenteuern gefüllter Urlaub.

Neuseeland mit Kindern als Famlienurlaub: Familie sitzt unter idyllischem Baum

Foto: Pia-Valesca Scholz http://piavalesca.tumblr.com/

Was nimmt das Kind von einer Rundreise in Neuseeland mit?

Glaubst du, sie wird sich später noch an die Erfahrungen auf der Reise erinnern?

Ich hoffe schon, dass da noch ein bisschen hängen bleibt. Also jetzt erzählt sie auch immer noch davon (ein halbes Jahr später). Aber wahrscheinlich ist sie wirklich immer noch zu klein, um sich später daran zu erinnern. Aber dieses Argument von Leuten “Ach die Kinder erinnern sich ja eh nicht daran. Ich mache solche Sachen später erst, wenn die Kinder groß sind” …das find ich irgendwie unlogisch. Man liest den Kindern ja auch nicht keine Bücher vor, weil sie sich später eh nicht dran erinnern. Ich glaube schon, dass da viel hängen bleibt. Auch wenn es nur unterbewusst ist.

Was sind Gefahren beim Reisen mit Kind?

Familie und Freunde machen sich oft Sorgen beim Reisen mit Kind. Was ist eurer Meinung nach wirklich gefährlich und worauf achtet ihr persönlich?

Es ist immer wieder so ein Kompromiss. Man sollte sich aktiv aus der Komfortzone heraus wagen und ich finde Abenteuerlust total toll, das erweitert den Horizont von Eltern und Kindern. Aber gerade beim Reisen mit Kind ist meine Meinung: Als Mama und Papa hat man große Verantwortung.

Und Naivität ist etwas anderes als Abenteuerlust.

Ich finde die medizinische Versorgung unheimlich wichtig und das größte Risiko. Mangelnde medizinische Versorgung, eine mangelnde Hygiene und Tropenkrankheiten, die von Mücken übertragen werden, sind mir sehr unheimlich. Also Malaria, Dengue Fieber, Zika usw. Dementsprechend wähle ich auch unsere Destinationen aus.

Davon abgesehen, bin ich auch ein großer Fan von Sicherheit und Kindersitzen im Auto. Auf der ersten Reise saß unsere kleine supersicher in einem Reboarder auf dem Rücksitz. Bei der zweiten Reise mussten wir sie mit nach vorn nehmen mit so einem Frontsitz. Und als ich jetzt allein fahren musste mit ihr, hatte ich auch schon Angst vor dieser Verantwortung, sie dann bespaßen zu müssen und mich nicht auf den Verkehr konzentrieren zu können. Aber wir haben dann unser tägliches Reisepensum einfach reduziert und zusammen ganz entspannt die tolle Landschaft, Schafe und die ganzen Tiere angeguckt. Und Hörpiele gehört und ich konnte sie im Endeffekt so neben mir viel besser beschäftigen.

Den langen Flug, der so Vielen Sorgen und Kopfzerbrechen bereitet, finde ich gar nicht so bedenklich.

Neuseeland mit Kindern: Mama und Kind stehen am Lake Pukaki

Foto: Pia-Valesca Scholz http://piavalesca.tumblr.com/

Wir achten auch beim Fliegen mit Kleinkind auf Sicherheit und haben meist unseren Kindersitz mit Fangkorb mitgenommen. In dem fühlt sie sich wohl und kann gut sitzen, spielen und schlafen (er klappt sich in der Liegeposition auch mit nach hinten). Das Schleppen geht mit einem Kind noch ganz gut.

Sonst nehmen wir zumindest einen Cares Gurt mit, weil so ein Loopbelt bei Start- und Landeabbruch ja wirklich nur dafür da ist, dass das Kind nicht den anderen um die Ohren fliegt. Sicherheit bietet er dem Kind überhaupt nicht. Mit diesen Vorkehrungen habe ich dann keine großen Sorgen mehr. Mit dem Druckausgleich beim Fliegen hatte Mieke noch nie Probleme, sie hat auch schon einige Starts und Landungen schlafend gemeistert. Die Eltern müssen halt dafür sorgen, dass das Kind bespaßt wird, genug altersgerechtes Entertainment, Trinken und Knabberkram mitbringen und dann läuft das Ding eigentlich.

Man kann mit dem Kind auch wirklich krasse Fernreisen machen – wenn man sich das vorher wirklich überlegt hat. Dinge wie die medizinische Versorgung und Plan B, wenn etwas schief geht. Man muss ja nicht paranoid werden und alles bis ins letzte Detail minutiös durchplanen, aber gesunder Menschenverstand und Risikomanagement sind schon angebracht. Ich finde, dass man sich seiner elterlichen Verantwortung annehmen muss.

Dazu gehört es, sich vorab über die größten Risiken zu informieren und sich einen groben Plan zurechtzulegen. So einfach blauäugig loszufahren, kleine Babys dann in Thailand komplett zerstechen zu lassen und mit der ganzen Familie ohne Helme auf einem Roller rumzucruisen, da bin ich nicht so Fan von. Ich finde es auch ein bisschen beneidenswert, wenn Leute da so komplett arglos rangehen können, aber unsere Familie, genauso wie eure Eva, macht das halt gerne ein bisschen überlegter. Und geplanter.

Das ist dann nämlich keine Naivität mehr. Sondern Mut. Und Courage. Und das ist ein Unterschied.

Wie Unterkünfte finden in Neuseeland mit Kindern?

Ihr wart an ganz vielen tollen Orten, oft auch ganz nah an der Tierwelt dran. Wie hast du diese tollen Unterkünfte gefunden?

Unsere tollen Tier-Unterkünfte haben wir teilweise durch Blogs gefunden. Für Neuseeland mit Kindern ist da besonders Weltwunderer zu nennen. Über Instagram habe ich mir auch tolle Sachen angeguckt und dann noch Campermate. Das ist diese App, über die man sich Campgrounds anguckt. Die ist wirklich Gold wert.

Neuseeland mit Baby in der Elternzeit: Tierfarm mit Lamas und Blick auf die Berge.

Foto: Pia-Valesca Scholz http://piavalesca.tumblr.com/

Wohin in Neuseeland mit Kindern: Kleiner Reiseführer

Welche Orte kannst du für Reisen nach Neuseeland mit Kindern ganz besonders empfehlen?

  • Die Smith Animal Farm/Campground in Linkwater im Marlborough Sound kann ich als Highlight für Kinder jedem ans Herz legen. Da wacht man zwischen Schweinchen, Hühnern und Kühen auf und kann eine tolle Wanderung zu einem Wasserfall machen, wo es nachts ganz viele Glühwürmchen gibt.
  • Dann hatten wir noch in Murchison bei der Buller Gorge einen tollen Kiwi Park Campground, da gab es auch Tiere: Schafe, Emus, Gänse und ein kleines Känguru, Abends wurden alle gefüttert. Das kam bei den Kids auch richtig gut an.
  • Das Willowbank Wildlife Reserve in Christchurch fanden wir auch richtig gut. Da waren wir drei Mal, weil es so toll war. Es gibt hier viel zu bestaunen: Man kann Aale und Schweinchen, Alpacas und Ziegen füttern, Eselreiten, gut essen und abends noch eine Maori Zeremonie besuchen.
  • In Christchurch gibts auch noch den riesigen Margaret Mahy Family Playground mit verschiedenen Themenbereichen für Kinder jeden Alters und einem riesigen Wasserspielplatz, der war auch richtig super und kostet keinen Eintritt.
  • Den Tahunanui Beach in Nelson hab ich auch sehr schön in Erinnerung. Der Strand ist sehr flach und kinderfreundlich und hier gibt es einen tollen Kiwi Campground mit großem Spielplatz und super Angeboten für Kinder. Gleich nebenan gibts einen kleinen Zoo, eine Kart Rennbahn und eine Anlage mit Wasserrutschen.
  • In Picton in den Marlborough Sounds ist auch ein ganz toller Wasserspielplatz, wo die Kinder abgingen wie Schmidts Katze. Hier gibts auch ein richtig schönes Aquarium für Regentage und tolle Bootstouren durch die Sounds an schönen Tagen, in dieser Ecke Neuseelands haben wir uns sehr wohl gefühlt und sind lange geblieben.

Wieviel vorher planen bei einer Familienreise nach Neuseeland?

Wieviel plant beim Reisen mit Kind vorher und wieviel macht ihr spontan?

Wir haben beim Reisen immer eine gesunde Mischung aus grobem Plan und viel mehr treiben lassen. Also ein paar Highlights hatte ich mir vorher schon rausgesucht. Aber das meiste haben wir spontan, je nach Wetter, Lust und Laune entschieden. Neuseeland hat eine tolle Infrastruktur fürs Campen, da kann man sich auch einfach mal treiben lassen und schauen wo man hin gespült wird.

Ich liebe diese Art zu reisen. Das ist echtes Abenteuer für mich – und Leben des Momentes.

Erfahrungen mit Erdbeben und Tsunamis

Von der Idylle mal zu den realistischen Dingen, mit denen man sich als Eltern auf Reisen nach Neuseeland mit Kindern beschäftigt.

Erdbeben, Tsunamis und dann der Alarm in der Nacht. Erzähl doch mal von deinen Erfahrungen und was du anderen Familien raten kannst.

Tsunamis und Erdbeben sind so eine Sache, die man ja gern verdrängt. Aber als wir uns Christchurch beim ersten Mal angeguckt haben, ging mir das sehr nahe. Da wir drei Jahre in San Francisco gelebt haben, wo alle auf das “Big One” warten, war es echt gruselig zu sehen, wie schnell es eine Stadt total niederfegen kann… Auch wenn das Risiko da verschwindend gering ist, so etwas selbst zu erleben, mache ich mir schon Gedanken darüber.

Als ich mit Mieke alleine weiterfuhr, ging es für uns gleich am Anfang Richtung Kaikoura. Da war der ganze Highway gerade erst wieder geöffnet worden, nach dem letzten Erdbeben mit massiven Erdrutschen. Hier hatte ich schon auf unserer vorherigen Durchreise ein ganz mulmiges Gefühl, auch weil der Campground so exponiert, auf eine Landzunge liegt. Vor uns war das Meer. Dahinter war ein Fluss. Also auch keine Fluchtmöglichkeiten im Falle eines Tsunamis. Und da habe ich mir tatsächlich schon überlegt, was ich denn machen würde – schnell – wenn ich jetzt mit meinem kleinen Kind flüchten müsste. Und dann gingen wirklich nachts um 3 Uhr die Sirenen an.

Neuseeland mit Kindern: Erfahrungen einer sicherheitsbewußten Abenteurerin

Foto: Pia-Valesca Scholz http://piavalesca.tumblr.com/

Von allen Seiten. Und ich stand senkrecht im Bett. Mein Adrenalin ist mir bis in die Fingerspitzen geschossen. Mein ganzer Körper war wirklich auf Alarm. Ich konnte es so richtig Kribbeln fühlen. Und dann denkt man natürlich sofort: Tsunami Warnung! Gott sei Dank hatten wir eine ähnliche Erfahrung bei unserer ersten Elternzeitreise schon gemacht. Deshalb wusste ich, dass das auch nur ein Signal für die lokale Feuerwehr wegen eines Autounfalls oder so sein kann. Aus diesem Grund bin ich nicht direkt im Panic Mode losgefahren, sondern habe erstmal gegoogelt, ob wirklich eine Warnung vorliegt. Und da nichts vorlag, war ich mental wieder beruhigt. Bis ich meinem Körper das erzählt hatte, der voll auf Adrenalin war, verging dann allerdings noch ein bisschen Zeit.

Pias Tipp zu Erdbeben: Danach habe ich mir eine Erdbeben App installiert, die einen im Falle eines Tsunamis oder Erdbebens automatisch alarmiert. Es muss halt immer so eine gesunde Mischung sein: Man darf sich nicht wegen jeder Eventualität fertig machen und die ganze Zeit angespannt sein. Aber ich finde schon und vor allem auch wenn man mit Kind alleine unterwegs ist: An exponierten Stellen kann man ja mal grob überlegen, wo man hinfahren würde und so eine App installieren kann auch nicht schaden. Da kann man dann auch die Sensibilität einstellen, so dass man wirklich nur bei großen Beben gewarnt werden will.

Krank in Neuseeland mit Kindern: Was tun?

Krank in Neuseeland… Leider hatte es dich auf der zweiten Reise auch erwischt. Und nicht zu knapp. Auch noch alleine mit Mieke. Was war für dich besonders schwierig und welche Tipps hast du, die Situation trotzdem zu meistern?

Ich hatte mir eine Mandelentzündung eingefangen. Wir beide waren wirklich gerade so ziemlich irgendwo im Nirgendwo. Ich habe versucht in ein Notfall-Krankenhaus zu gehen. Da war Wochenende. Und die Krankenschwestern konnten mich nicht mit Antibiotika versorgen. Da musste ich mit Fieber 250 km durch Serpentinen in ein Krankenhaus fahren. Im Endeffekt musste ich mit großen Schmerzen und Fieber dann wirklich vier Tage ausharren, bis ich die Antibiotika in der Hand hatte.

Pias Tipp zu Krankheit im Urlaub mit Kind: Also ich empfehle, dass man sich eine gute Reiseapotheke mitnimmt, die zu den Anfälligkeiten der Familie passt. Und man sollte sich wirklich um eine Auslandskrankenversicherung kümmern. Auch mit Versicherung musste ich es im Endeffekt erstmal auslegen. Und das war nicht günstig. Bei dem einen Krankenhaus hätte ich 400 NZD (~250€) zahlen müssen, nur damit sie mich angucken. Diagnostiziert hatte ich mich ja schon selber, das war nicht meine erste Mandelentzündung. Bei der medizinischen Versorgung sollte man wirklich nicht auf knappe Kasse kalkulieren, sonst steht man sehr doof da, wenn etwas passiert.

Neuseeland mit Kindern: Kosten und Spartipps

Neuseeland kann als Familie schnell ziemlich teuer werden. Hast du irgendwelche Insider-Spartipps für andere Familien?

Ja, SHAREaCAMPER. Die vermitteln private Campervans an Touristen. So etwas wie Airbnb für Campingwagen. Da hatten wir bei der ersten Reise ein richtig cooles Schnäppchen gemacht. Aber es ist nicht alles billig. Ist auf jeden Fall einen Blick wert.

Diesmal hatten wir einen kleinen Toyota Hiace gemietet. Das hat auch wirklich vollkommen gereicht und war vergleichsweise günstig. Wir hatten schon ein riesiges 7-Meter Motorhome, einen großen Sprinter und jetzt den kleinen Hiace. In Neuseeland mit Kindern, hat alles seine Vor- und Nachteile. Man muss sich überlegen, ob man viel Freedom Camping machen will: Der kleine Hiace war zwar auch self-contained, aber damit waren wir jetzt natürlich nicht ganz so autark und entspannt, mal drei Tage am Stück in der Wildnis zu campen. Es gibt allerdings auch viele günstige DoC-Campgrounds, die einem in Punkto sanitärer Anlagen weiterhelfen können.

Wir haben viel selbst gekocht. Man kann an kleinen Food Stands oder Märkten sehr gut einkaufen. Im Supermarkt New World, den fanden wir am besten, haben wir uns so eine Tourist Discount Card geholt. Die gibt’s bei Countdown glaube ich auch.

Ja, und nach Shanghai ziehen kann ich empfehlen. Dann kriegt man den Flug schon für weniger als die Hälfte ;-).

Neuseeland mit Kindern: Kind spielt in Nelson bei Sonnenuntergang

Foto: Pia-Valesca Scholz http://piavalesca.tumblr.com/

Fazit aus Pias Erfahrungen in Neuseeland als Familienurlaub

Was würdest du anderen Eltern, die jetzt noch überlegen, gerne zu Neuseeland mit Kindern mitgeben?

Aus Deutschland ist es leider ein teurer Urlaub. Aber wenn man es sich irgendwie leisten kann und mag, kann ich Neuseeland mit Kindern gerade als Elternzeit-Reiseziel jedem ans Herz legen. Es ist wirklich ein Familientraum, tolles Klima, keine giftigen Tiere, kinderfreundlich… und wann kann man sich schon sonst schulferienunabhängig einen oder zwei Monate Zeit nehmen und einen grauen, deutschen Winter und die Grippesaison skippen?

Da lohnt es sich auch den Wert eines Kleinwagens dafür auszugeben. Diese Erinnerung kann einem niemand nehmen. Also ich würde so eine Reise jederzeit irgendwelchen materiellen Dingen oder Statuskonsum vorziehen.

Gemeinsam Reisen ist einfach toll. Davon zehren wir immer noch. Von dieser gemeinsamen, entspannten Zeit und den vielen, tollen Erinnerungen

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