Wohnmobil mit Kind - Mama vorm Kastenwagen in den Bergen

Warum du gerade mit Kindern eine Wohnmobil-Reise machen solltest (Interview)

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Wohnmobil-Reisen stehen bei vielen Familien hoch im Kurs. Sogar im kühlen Herbst oder gar im Winter.

Wie das geht und welche Vor- und Nachteile ein Urlaub im Wohnmobil mit Kind hat, erfährst du in diesem Interview mit des Autorin des ersten deutschen Ratgebers zu Wohnmobil-Reisen mit Kindern.

Lies bis zum Ende, denn dort kannst du eines ihrer Bücher gewinnen.

Liebe Angela, du bist ein wahrer Profi wenn es um Wohnmobil-Reisen mit Kind geht und hast gerade dein erstes Buch zu dem Thema veröffentlicht. Ich freue mich, dass du uns hier einen kleinen Einblick in deine Erfahrungen gibst.

Verrate uns doch mal, wie du das im Herbst im Wohnmobil mit Kind machst. Ich stelle mir das ungemütlich kühl und nass vor.

Das ist ganz einfach: Unser Kastenwagen hat eine Standheizung. Das war etwas, worauf ich keinesfalls verzichten wollte.

Die gute Heizung hat sich schon mehrfach bewährt – und das bei weitem nicht nur im Herbst.

Als wir letztes Jahr im Sommer durch die Schweiz nach Korsika gefahren sind, hatten wir im Oberengadin eine Nacht mit gerade mal 3 Grad Celsius. Da hat die Heizung ihre erste Bewährungsprobe bestanden.

Auch in den Osterferien kam sie wieder zum Einsatz. Und weil das wirklich gut funktioniert, überlege ich nun sogar, ob ich mich in diesem Jahr mal an Wintercamping heranwagen soll. Wobei ein Kastenwagen natürlich nicht so gut isoliert ist, wie ein „richtiges“ Wohnmobil.

Aber zum Aufwärmen kann man auch gut den späten Nachmittag in einer Therme verbringen. Viele Thermen haben Wohnmobilstellplätze direkt vor der Tür.

Was war deine skurrilste Begegnung beim Camping mit Kind?

Wir haben tatsächlich an einem total einsamen Stellplatz mitten in den Bergen Südtirols mal einen echten Astronauten auf der Alm getroffen.

Genauer gesagt war es ein Kosmonaut, der schon viele Monate auf der ISS zugebracht hatte.

Die ganze Geschichte steht hier und so sieht die Alm aus, auf der man Kosmonauten trifft.

Foto: Angela Misslbeck

Was sagt dein Sohn denn zum Reisen im Wohnmobil? Und hat er seine Meinung über die Jahre geändert?

Mein Sohn war vom ersten Augenblick an begeistert vom Wohnmobilreisen.

Ich erinnere mich noch heute an das Leuchten in seinen Augen, als er mit fünf Jahren den Beifahrersitz in dem riesigen Miet-Wohnmobil erklommen hatte, mit dem wir 2015 durch den Südwesten der USA getuckert sind.

Er saß dort stolz wie auf einem Thron.

Und obwohl er ein absoluter Frühaufsteher ist, wollte er aus dem Alkovenbett morgens immer gar nicht heraus.

Dieses Zuhause auf Rädern hat er so geliebt, dass er schon damals ein Eigenes wollte. Und das ist bis heute so.

Wenn es nach ihm ginge, dann würden wir wohl unsere Wohnung in Berlin aufgeben und komplett in den Camper ziehen.

Er liebt es einfach draußen in der Natur zu sein, und trotzdem alles dabei zu haben. Ich übrigens auch, aber ich schätze es auch sehr, Urlaub zu machen, wenn ich auf Reisen bin.

Warum würdest du bei Rundreisen eher zum Wohnmobil als zum Mietwagen tendieren? 

Genau wegen dieses Zuhause-Gefühls. Bei unserer Panamericana-Reise waren wir zwei Monate lang mit Mietwägen in Mittelamerika unterwegs, bevor wir in den USA aufs Wohnmobil umgestiegen sind.

Im Durchschnitt haben wir alle vier Nächte die Unterkunft gewechselt. Am Ende hatte mein Sohn Heimweh. Ich glaube, da waren einfach zu viele verschiedene Betten im Spiel.

Das Heimweh war im Wohnmobil von einem Tag auf den anderen wie weggeblasen.

Kinder kommen besser mit Ortswechseln klar, wenn das Bett immer das gleiche bleibt und sie abends immer in die gleiche, engere Umgebung zurückkommen.

Außerdem hat das auch für die Eltern einen Riesenvorteil: Das Gepäck muss nur einmal verstaut werden. Das spart viel wertvolle Urlaubszeit.

Gibt es denn auch Nachteile? 

Ich kann keine Nachteile erkennen, die nicht durch die Vorteile aufgewogen werden.

Mit einem eigenen Wohnmobil ist der Reise-Radius natürlich etwas eingeschränkt. Aber hey: Deutschland liegt in der Mitte von Europa und da gibt es rundherum genug zu entdecken.

Und wenn das Fernweh zuschlägt und man Europa mal wieder zu touristischen Zwecken verlassen kann, dann kann man ja auch anderswo ein Wohnmobil mieten – dann allerdings am besten lange im Voraus.

Wenn du nur eine Sache mitnehmen könntest, was muss unbedingt auf deine Packliste, ohne das Du im Wohnmobil durchdrehen würdest? 

Mein Handy – denn das brauche ich

  • als Uhr,
  • als Fotoapparat,
  • als Musikanlage,
  • als Stellplatz-Sucher und
  • als Navi.

Und ohne Navi wird ein Roadtrip im Wohnmobil anstrengend.

Was du sonst noch brauchst, findest du hier:

Und du hast uns noch etwas mitgebracht?

Ja, ich würde gern ein Exemplar meines Buches Wohnmobil-Reisen mit Kindern im Wert von 22,99 EUR verschenken.

Also, wenn du Lust hast das Buch zu gewinnen, dann kommentiere unter diesem Beitrag, was deine größte Sorge vor einer Reise im Wohnmobil mit Kindern ist oder war.

Einsendeschluss ist der 8.November 2020 um 23:59 Uhr. Der Gewinner wird aus den Kommentaren unter diesem Beitrag und den Kommentaren auf dem zugehörigen Facebook-Beitrag im Zufallsprinzip ermittelt und direkt benachrichtigt.(Teilnahme ab 18 Jahren, Versand nur innerhalb Deutschlands, Rechtsweg ist ausgeschlossen).

Angela Misslbeck ist freie Print- und Online-Journalistin. Reisen und Schreiben gehören zu ihren absoluten Leidenschaften. Sie lebt mit ihrem Sohn in Berlin. In ihrem Reiseblog unterwegsmitkind.com für Familien und Alleinerziehende gibt die Autorin Tipps und Anregungen zum Reisen mit Kindern mit und ohne Wohnmobil.

Dir hat der Artikel gefallen?

Lies hier: Die durchdachte Packliste für deinen Urlaub mit Kindern

19 Kommentare
  1. Anke sagte:

    Hallo. Wir sind Neulinge auf diesem Gebiet und ich hatte vor unserer ersten Reise bedenken, daß wir uns auf so engem Raum auf die Nüsse gehen. Ich hätte nicht gedacht wie entspannt es werden wird.
    Schöne Grüße
    Anke

    Antworten
  2. Johanna sagte:

    Konkrete Sorgen hatte ich nicht vor unserer ersten längeren Tour mit Baby und Camper (acht Wochen Schweden), aber ich war schon ziemlich aufgeregt! Es hat aber alles ganz wunderbar geklappt und der Kleine liebt den Bus über alles. Wenn er schlechte Laune hat, setzen wir uns manchmal einfach in den Fahrerraum und planen unsere nächste Reise (er ist mittlerweile 3 ;-)).
    Über das Buch würden wir uns sehr freuen!
    Liebe Grüße

    Antworten
      • Johanna sagte:

        Wir haben einen großen Kinderatlas und da suchen wir manchmal nach neuen Zielen – manche eignen sich allerdings eher für Traumreisen… Und sonst kann er sagen, ob er lieber weiter weg möchte oder zu Freunden, in die Berge oder ans Meer… Ist aber ja leider dieses Jahr alles etwas schwierig :-/ Im Sommer waren wir eine Woche auf einem Camping-Bauernhof, das hatte er sich gewünscht :-)

        Antworten
        • Eva sagte:

          das klingt schön, auch dass er sich tatsächlich da für verschiedene Dinge entscheidet :-) Ich hoffe es kommen bald wieder andere Zeiten. Träumen und Planen geht ja immer :-) Liebe Grüße

          Antworten
  3. Teresa Hauser sagte:

    Unsere beiden Kinder haben einen sehr leichten Schlaf und wachen bei fast jedem Geräusch auf. Daher habe ich die Sorge, dass die Nachtruhe zu kurz kommt.

    Antworten
    • Eva sagte:

      Da seid ihr mit dem Wohnmobil zumindest besser beraten als im Zelt. Je nach Stellplatz kann es natürlich früh laut werden, das stimmt. Vielleicht sind für euch gerade solche Stellplätze auf Bauernhöfen gut (z.B. über Landvergnügen in Deutschland). Oder der einsame Stellplatz in Schweden am See… ;-)

      Antworten
  4. Dine sagte:

    Heyhey zusammen – ein eigenes Womo ist unser Traum! Wir haben bereits zwei Touren mit unserer 2-jährigen Tochter innerhalb Europas in gemieteten Kastenwägen gemacht und es hat alles gut geklappt. Wir hatten Bedenken, was viele Ortswechsel anging, das dies evtl zu viel Unruhe, Orga und Input für alle Beteiligten sein könnte, aber es war es war super cool. Unsere Maus war total offen, neugierig und wollte gar nicht mehr raus aus dem Womo! Am eigenen Kastenwagen arbeiten wir und so lange träumen und planen wir unsere nächsten Touren. Perfekt wäre natürlich das tolle Buch dafür ;-)
    Lieben Gruß,
    Dine

    Antworten
    • Eva sagte:

      Hi Dine, das klingt super! Wie schön, dass die Kleine auch ein kleiner Entdecker ist. Wohin träumt ihr euch denn für die nächste Tour? LG, Eva

      Antworten
      • Dine sagte:

        Hallöchen Eva, also unser größter Traum ist mit dem Womo irgendwann nach Thailand. Für‘s nächste Mal steht Pizza in Neapel essen ganz oben auf der Liste. Eine Tour durch bella Italia.

        Antworten
        • Eva sagte:

          wow, bis nach Thailand ist ja wirklich ein Abenteuer! :-) Bella Italia hat aber auch wirklich so viel zu bieten. Auch abseits der typischen Touristenziele. Falls ihr mal nach Abruzzien fahrt sagt mal bescheid – ich weiß noch nicht wann ich zum verbloggen komme, aber da habe ich einen super Tipp mit Kids ;-) Lieben Gruß

          Antworten
  5. Natascha sagte:

    Hi Eva,

    ich hätte Sorge ein Wohnmobil oder einen Anhänger zu finden, das/der groß genug für uns ist (5 Personen) und dennoch bezahlbar.
    Wir überlegen schon lange im nächsten oder übernächsten Jahr so los zu ziehen – aber das Platzproblem ist schon nicht unerheblich.

    Liebe Grüße

    Antworten
  6. Nathalie sagte:

    Hallo, meine Sorge ist, dass wir nicht alles unterkriegen… Kinderwagen, Babyschale, Badewanne, Essen, Klamotten, gern auch Fahrräder mit Kindersitz… naja, auf engen Raum braucht alles seinen Platz, sonst ist man ständig am hin-und herräumen.
    Wir wollen es aber ausprobieren… fehlt nur noch den Camper finden und dann los nach Corona.

    Antworten
    • Eva sagte:

      Das klingt so, als hättet ihr etwas länger Zeit? Ich finde es super, dass ihr euch einfach ins Abenteuer wagt :-) Wichtig ist im Camper wirklich die Organisation der Sachen. Ich kann euch auf jeden Fall raten, Packtaschen zu verwenden. Wir nutzen immer eine pro Person, sodass alles schnell zu finden ist. Dazu haben wir eine oder 2 Packtaschen für Schlafzeug, Schwimmzeug etc. dabei. Das funktioniert im Camper super. Auch zum Baden ist ein aufblasbares Planschbecken ein echter Platzsparer. Schau doch gerne nochmal in unserer Ausrüstung vorbei, da sind viele smarte Lösungen dabei, die Platz sparen. LG, Eva

      Antworten
  7. Michaela Müller sagte:

    Meine größte Sorge ist die Körperhygiene. Mit Kleinkind, die sich ja gerne von oben bis unten schmutzig machen oder die Windel zum Überlaufen bringen, wie kriege ich den Dreckspatz sauber ohne Wanne Bzw. Dusche? Wie komme ich an genug sauberes Wasser oder ist man auf Campingplatz Waschräume angewiesen? Horrorvorstellung. Trotzdem würde es mich, grade auch wegen der Corona Situation momentan, reizen mal Urlaub mit einem Camper auszuprobieren.

    Antworten
    • Eva sagte:

      Liebe Michaela, das kann ich total nachvollziehen. Das Problem mit der Wanne kannst du über ein aufblasbares Planschbecken lösen. Aber tatsächlich brauchst du dafür Wasser :-) Das bekommst du tatsächlich entweder auf Campingplätzen oder ihr mietet ein Wohnmobil mit eingebauter Dusche/WC. Das ist bei den größeren auf jeden Fall drin und damit kommt ihr gut 2 Tage aus, wenn ihr nicht zu lange duscht. Das Wasser kannst du dann immer auf Campingplätzen oder manchmal auch an Tankstellen etc. wieder auffüllen und das Abwasser ablassen. Es ist also weniger schwierig als du vielleicht denkst ;-) LG, Eva

      Antworten

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